Wenn du für einen Handwerksbetrieb, einen Reinigungsdienst oder einen anderen lokalen Dienstleister Google Lokale Dienstleistungen (Local Services Ads) nutzt, kennst du wahrscheinlich die kleinen grünen Siegel, die neben solchen Anzeigen auftauchen — “Google Guaranteed” oder “Google Screened”. Diese beiden Siegel gibt es in dieser Form nicht mehr lange. Google hat sie durch ein einziges, einheitliches Siegel ersetzt: Google Verified.
Am 6. Juli 2026 aktualisiert Google zusätzlich die dazugehörigen Richtlinien — inklusive einer Umbenennung von “Richtlinien der Local Services-Plattform” zu “Anforderungen für Local Services Ads”. In diesem Artikel erkläre ich dir, was sich konkret ändert und was du als Werbetreibender jetzt tun solltest.
Schritt 1 — Verstehe den Unterschied zwischen den alten Siegeln
Bisher gab es bei Google Lokale Dienstleistungen mehrere unterschiedliche Vertrauens-Siegel, je nach Branche und Prüfungstiefe:
Für Werbetreibende bedeutete das: Je nachdem, welches Siegel man erhalten hatte, konnte man unterschiedlich stark mit Vertrauen werben — was in der Praxis oft für Verwirrung sorgte, sowohl bei Werbetreibenden als auch bei Endkunden, die die Unterschiede zwischen den Siegeln kaum kannten.
Schritt 2 — Das neue “Google Verified”-Siegel
Mit der Überarbeitung, die Ende 2025 abgeschlossen wurde, führt Google ein einziges, einheitliches Siegel ein: Google Verified. Es ersetzt die bisherige Unterscheidung zwischen den drei alten Siegeln.
Der Gedanke dahinter: Statt dass Endkunden zwischen mehreren, kaum unterscheidbaren Siegeln wählen müssen, gibt es jetzt ein einziges, klares Vertrauenssymbol. Für dich als Werbetreibenden ändert sich dadurch vor allem die Außendarstellung — dein Unternehmen zeigt künftig “Google Verified” statt der bisherigen Bezeichnung, unabhängig davon, welche Branche du bedienst.
Schritt 3 — Was mit der Geld-zurück-Garantie passiert
Der wichtigste inhaltliche Punkt, den du kennen solltest: Die Geld-zurück-Garantie, die bisher mit “Google Guaranteed” verbunden war, wurde im Rahmen dieser Umstellung eingestellt.
Das ist relevant, falls du diese Garantie bisher aktiv als Verkaufsargument gegenüber deinen Kunden genutzt hast — zum Beispiel in deiner eigenen Werbung oder auf deiner Website (“Ihre Zufriedenheit ist durch Google garantiert”). Diese konkrete Zusage entfällt mit der Umstellung auf das einheitliche Google-Verified-Siegel und sollte aus deinen eigenen Marketing-Materialien entfernt werden, um keine falschen Erwartungen bei potenziellen Kunden zu wecken.
Schritt 4 — Das Update am 6. Juli 2026
Zusätzlich zur Siegel-Umstellung aktualisiert Google am 6. Juli 2026 die zugehörigen Richtlinien. Die wichtigsten Änderungen:
Auf den ersten Blick wirkt das wie eine reine sprachliche Anpassung. In der Praxis lohnt es sich trotzdem, die aktualisierten Anforderungen aufmerksam durchzugehen, sobald sie veröffentlicht sind — gerade weil Begriffsänderungen wie “Anforderungen” statt “Richtlinien” oft mit einer strengeren, verbindlicheren Auslegung durch Google einhergehen als zuvor.
Schritt 5 — Was du jetzt konkret tun solltest
Falls du selbst Local Services Ads nutzt oder Kunden betreust, die das tun, empfehlen sich folgende Schritte:
Marketing-Materialien prüfen: Entferne Verweise auf “Google Guaranteed” oder die damit verbundene Geld-zurück-Garantie aus eigenen Werbetexten, Website-Inhalten oder Broschüren
Dokumente aktuell halten: Lizenz- und Versicherungsnachweise sollten weiterhin gültig und aktuell hinterlegt sein, da diese Grundlage für das neue Verified-Siegel bleiben
Update am 6. Juli 2026 im Blick behalten: Prüfe nach dem Stichtag, ob sich neue Anforderungen ergeben, die dein Konto betreffen könnten
Kunden informieren: Falls du Local-Services-Ads-Konten für Kunden verwaltest, informiere sie proaktiv über die Umstellung, damit sie nicht überrascht sind, wenn sich die Siegel-Bezeichnung auf ihrer Anzeige ändert
Fazit
Die Umstellung auf das einheitliche Google-Verified-Siegel ist in erster Linie eine Vereinfachung für Endkunden — für Werbetreibende bedeutet sie vor allem, bestehende Marketing-Aussagen zur Geld-zurück-Garantie zu überprüfen und die neuen Anforderungen ab dem 6. Juli 2026 im Blick zu behalten. Wer Local Services Ads für Handwerksbetriebe oder andere lokale Dienstleister betreut, sollte diese Änderung nicht als reine Randnotiz behandeln, sondern aktiv in die eigene Kundenkommunikation einbauen.
Wenn du dir unsicher bist, ob Local Services Ads für deinen Betrieb oder deine Kunden infrage kommen, oder wie sich die aktuelle Umstellung konkret auf euer Konto auswirkt: Buche dir einen kostenlosen Analyse-Call →
Häufig gestellte Fragen
Google Guaranteed kam bisher mit einer Geld-zurück-Garantie für Endkunden, während Google Screened lediglich eine Vertrauensprüfung ohne diese Garantie war. Mit der Umstellung auf das einheitliche Google-Verified-Siegel entfällt diese Unterscheidung, und die bisherige Geld-zurück-Garantie wird eingestellt.
Die Grundlage bleibt gleich: gültige Lizenz- und Versicherungsnachweise sowie ein bestandener Background-Check durch Google. Wenn dein Konto bereits eines der alten Siegel hatte, erfolgt die Umstellung auf Google Verified automatisch, ohne dass du eine erneute Prüfung durchlaufen musst.
Falls du bisher aktiv mit “Google Guaranteed” und der damit verbundenen Geld-zurück-Garantie geworben hast, solltest du diese Aussagen aus deinen eigenen Marketing-Materialien entfernen. Andernfalls entstehen falsche Erwartungen bei potenziellen Kunden, die sich nicht mehr mit dem tatsächlichen Angebot decken.
Die bisherigen “Richtlinien der Local Services-Plattform” werden in “Anforderungen für Local Services Ads” umbenannt. Zusätzlich entfernt Google veraltete, nicht mehr relevante Regeln und überarbeitet die Terminologie für bessere Lesbarkeit. Die Umbenennung zu “Anforderungen” kann zudem auf eine künftig strengere Auslegung durch Google hindeuten.
Aktuell sind unter anderem Elektriker, Installateure, Dachdecker, Heizungs- und Sanitärbetriebe, Hausmeisterdienste, Reinigungsdienste, Gärtner, Umzugsunternehmen und Schädlingsbekämpfer freigeschaltet. Google erweitert die verfügbaren Branchen und Regionen für Deutschland, Österreich und die Schweiz kontinuierlich.